Wir stellen uns vor

IMG_3759.JPG

Wir - das sind mein Mann Claus,  Leto und ich - leben idyllisch am Rande eines Naturschutzgebietes in der Nähe von Würzburg in einem Zweifamilienhaus, das wir gemeinsam mit meinen Eltern bewohnen. Zur Familie gehören ausserdem Floyd, der Kater meiner Eltern, und einige Kaninchen aus dem Tierschutz.  Für unsere täglichen Spazierrunden müssen wir nur die Straße überqueren und stehen inmitten von Feldern und am Rande des Waldes. Daneben bietet unser großzügiges Grundstück Leto ausreichend Platz zum Toben und Trainieren.  Auch wenn Leto, wie es sich für einen waschechten Hovawart gehört, sein Reich ohne Zweifel zuverlässig beschützt, empfängt er freudig oder auch einfach gelassen jeden Besuch, den wir willkommen heißen, und mutiert dann schnell zum Schmusebär. 

Wie wir zum Hovawart kamen

Meine Liebe zu Tieren begleitet mich bereits mein ganzes Leben, und in meiner Kindheit zählte der Nachbarshund zu meinen besten Freunden. Damals zogen wir gemeinsam durch die Felder und genossen einfach unsere unkomplizierte Freundschaft. Auch in meiner Jugend sprang ich gerne als Hundesitter für die Nachbarn ein.

Zum Ende meines Studiums war die Zeit perfekt, um sich endlich den lang ersehnten Traum vom eigenen Hund zu erfüllen. Auf der Suche nach einem sportlichen, großen Hund, mit dem man Pferde stehlen kann und dessen Rasse nur wenig mit erblich bedingten Krankheiten zu kämpfen hat, stieß ich auf den Hovawart. Nachdem ich mich über die Rasse ausführlich informiert hatte, zog 2006 der Hovawartwelpe Artus vom Geiersbach, genannt Shy-kan, bei mir ein.

Hochmotiviert startete ich mit Shy-kan das Welpentraining in einer fühzeitig auserwählten Welpenschule. Und schon dort zeichnete sich ab, dass ein Hovi oder ein Hund mit, sagen wir mal eingeschränktem Will-to-Please, eine echte Herausforderung sein kann. Dank Shy-kan wissen wir aber heute, wie das Temperament eines Hovis in die richtigen Bahnen gelenkt werden kann. Innerhalb seines Rudels war Shy-kan ein liebes und geduldiges Familienmitglied. Er hat aber auch ganz klar kommuniziert, dass er nicht viel von Eindringlingen in sein Territorium hält. Was auf Spaziergängen manchmal Nerven und Kraft kostete, war Zuhause kein Problem. 2- und 4-beiniger Besuch wurde freudig empfangen, und auch mein Mann Claus, der erst 5 Jahre später zu uns stieß, wurde schnell durch den Hovi-Charme um den Finger gewickelt. 

Claus kam zum Hovawart also wie die Jungfrau zum Kinde und wurde schnell überzeugter Hovawartfan!

Nachdem Shy-kan uns viel zu früh verlassen hat, mussten wir zunächst unsere große Trauer verarbeiten. 
Uns war aber klar, irgendwann bereichert wieder ein Hovi unser Leben, und dann wollen wir mit den besten Voraussetzungen starten - und so kam es dann auch.

Leto

Letos Namenspate ist Leto Atreides II,  der Kwisatz Haderach, Gottkaiser des Wüstenplaneten Dune und Herrscher über das Universum für 4000 Jahre. In Hinblick auf Gemüt und erhoffte unerschütterliche Gesundheit erschien uns dieser Name einfach passend. 
 
Leto war der geplante Wunschwelpe nach einem Jahr ohne Hund. In dieser Zeit habe ich eingehend nach passenden Zwingern und Linien recherchiert. Neben unseren Ansprüchen an Gesundheit, Langlebigkeit und Lebhaftigkeit im Temperament, die wir an die Zuchtlinie stellten,  legten wir großen Wert auf optimale Aufzuchtbedingungen. Natürlich sollte dann auch noch die Chemie zwischen dem/der Züchter:in und uns stimmen. Nach dem ersten Kontakt war es klar: Die Hündinnen sind ein Traum, Waltraud und wir waren uns sympathisch, ein Welpe von der Pallaswiese sollte es sein! Zweieinhalb Jahre später durfte dann endlich ein Pallaswiesenbewohner bei uns einziehen. 

 

Heute ist Leto zu einem temperamentvollen Hovawart herangewachsen, der es wahnsinnig liebt, mit seinem Menschen zusammen zu arbeiten, obwohl es  ihm hierbei wahrscheinlich hauptsächlich um die Beteuerung geht, dass er der weltbeste Hund ist; zudem springen dabei ja immer einige Leckerchen für ihn heraus. Sein Arbeitseifer macht ihn zu einem aufmerksamen und führigen Begleiter im Alltag und im Hundesport. Hier hat er vorallem an Unterordnung, am Dogstepper und an Fährtenarbeit Spaß. 

Leto ist mit Hündinnen und nach Sympathie mit Rüden verträglich; entscheidend ist vorallem, ob sie mit seiner temperamentvollen Art zurecht kommen. Leto möchte einfach gerne die Fronten geklärt haben, ohne dass er dabei auf eine Führungsrolle besteht. Sobald dies der Fall ist, steht einer Freundschafts nichts im Wege. Und auch wenn Leto ein echter Rabauke ist, lässt er sich gerne von seinem Menschen anleiten, weiß sich an der Leine zu benehmen und geht Ärger aus dem Weg. Im Umgang mit Welpen ist er vorsichtig und später auch gerne zu einem Spiel bereit. 

Zu Menschen ist Leto immer freundlich, egal wo wir ihnen begegnen. Kinder liebt er ganz besonders, und anscheinend kann es für ihn nie genug Streicheleinheiten geben. Natürlich hat Leto auch seine wilde, übermütige Seite. Da kann es dann vor lauter Lebensfreude schon mal über Tische und Bänke gehen, und Humor ist sowieso, wenn er lacht - aber genau das lieben wir so sehr an ihm! Selbstverständlich wird unser Haus und Garten zuverlässig bewacht, und Leto sorgt dafür, dass niemand ohne unser Einverständnis das Grundstück betritt. 

Ganz besonders freuen wir uns über Letos robuste Gesundheit, was eines der für uns ausschlaggebenden Kriterien war, die Zuchtzulassung für Leto anzustreben.

Leto ist genauso wie wir uns einen Hovawart wünschen: 
lernfreudig, temperamentvoll, lustig, robust, wachsam und verschmust.

Zuchtgedanke

Als absolute Liebhaber der Rasse Hovawart haben wir den Wunsch in die Zukunft dieser wunderbaren Rasse zu investieren und einen persönlichen Beitrag zum Erhalt ihrer Gesundheit und  typischen Wesenszüge zu leisten. Als Zuchtziele stehen für uns deshalb Gesundheit und Wesenfestigkeit des Hovawarts an erster Stelle, gleich gefolgt von Arbeitsfreude. Schönheit ist dann noch das Tüpfelchen auf dem i. 

Der Hovawart wird als robust, intelligent, selbstsicher, wachsam, mutig und verteidigungsbereit, aber niemals aggressiv beschrieben. Wer ihn mit seiner Eigenständigkeit und seinem Schutztrieb zu nehmen und zu schätzen weiss, findet in ihm einen fröhlichen, temperamentvollen Teampartner und Familienhund, für den sein Rudel an erster Stelle steht.
Da wir alle diese Attribute in Leto wiederfinden, wünschen wir uns, dass er seine Gene weitergeben darf und durch seine Nachkommen viele zukünftige Hovawartbesitzer*innen genauso glücklich macht wie uns. 

Vor dem eigentlichen Deckakt würden wir uns über ein persönliches Treffen, an dem sich alle Beteiligten genauer kennenlernen können, sehr freuen. Als Deckrüdenbesitzer geben wir die Aufzucht von Letos Nachkommen vertrauensvoll in die Hand der Züchter. Trotzdem, auch wir freuen uns wahnsinnig über den Nachwuchs. Es ist uns deshalb eine Herzensangelegenheit die Züchter zu unterstützen sowie die Welpen live zu erleben und deren zukünftige Familien kennenzulernen. Selbstverständlich möchten wir - neben den Züchtern - den Familien von Letos Nachkommen gerne ein Hundeleben lang als Ansprechpartner zu Seite stehen.

 

WARUM WIR IN EINEM VEREIN ZÜCHTEN

Keine Frage, dass jeder seinen Hund bedingungslos so liebt wie er ist, aber wünschen wir uns nicht alle, dass unser neues Familienmitglied mit den besten Voraussetzungen ins Leben startet?  Gesundheit und Wesensfestigkeit unseres vierbeinigen Familienmitglieds sind die Basis für ein glückliches und hoffentlich langes gemeinsames Leben.

Wir sind davon überzeugt, dass ein eingetragener Verein unter dem Dach der FCI / des VDH die optimalen Rahmenbedingungen für eine verantwortungsvolle Zucht bietet. Wir haben uns dazu entschieden mit Leto in der Hovawart Zuchtgemeinschaft Deutschland e.V.  (HZD) zu züchten. Die Zucht in der HZD ist an strenge und kontrollierte Richtlinien gebunden, welche sowohl dem Wohl der Welpen als auch dem der Elterntiere dienen. Durch diverse Gesundheits- und Wesensüberprüfungen der Elterntiere und durch eine optimale Aufzucht bei geschulten Züchter*innen wird den Welpen der bestmögliche Start ins Leben ermöglicht. Genetisch bedingte Dispositionen bezüglich einer bestimmten Krankheit werden in den Verpaarungen über mehrere Generationen berücksichtigt. Für Hovawarte werden hier insbesondere die Hüftgelenksdysplasie (HD-frei; HD A und B zugelassen), die Degenerative Myelopathie (DM), Schilddrüsenerkrankungen sowie erblich bedingte Augenerkrankungen berücksichtigt. Eine Beschränkung der Deckakte sowie ein Mindest- und Höchstalter zum Deckzeitpunkt dient dem Wohl der Elterntiere. Ausserdem nehmen Züchter:innen und Deckrüdenbesitzer:innen regelmäßig an Weiterbildungen teil, um ihr Wissen zu erweitern und sich auszutauschen. Und sicherlich ist die Leidenschaft zum Hovawart die Antriebsfeder für die allermeisten Züchter:innen und Deckrüdenbesitzer:innen.

Natürlich kann auch jeder Einzelne, der einen Hovawart als neues Familenmitglied aufnimmt, durch die Teilnahme an den Gesundheitsuntersuchungen und Wesensüberprüfungen einen unverzichtbaren Beitrag für die Erhaltung einer gesunden Hovawartpopulation leisten. Davon abgesehen sind vorallem die Beurteilungen der Junghunde doch eine wirklich schöne Gelegenheit um sich wiederzusehen, und selbst die Deckrüdenbesitzer:innen lassen sich dieses Ereignis so gut wie nie entgehen. 

Im Verein laufen dann durch die Dokumentation aller zuchtrelevanten Ergebnisse wieder alle Fäden zusammen. Dies erlaubt es, in Generationen zu denken und Verpaarungen zu planen, immer mit dem Ziel, gesunde Hovawarte mit den typischen Eigenschaften zu züchten. Und nicht zuletzt kümmert sich der Zuchtverein um die Anliegen von allen Hovawartbegeisterten. Egal ob Welpenkäufer:in, Züchter:in, Deckrüdenbesitzer:in oder langjährige:r Hovawartbesitzer:in, im Verein finden sich immer nette Ansprechpartner
:innen.

Zusammen im Glück

Für wen der Hovawart der richtige Begleiter ist

Der Hovawart gehört zu den Gebrauchshunderassen. Sein Wesen, sein Bewegungsdrang und sein Körperbau machen ihn zum optimalen Begleiter für sportliche Aktivitäten. Aufgrund seiner Intelligenz und seines Temperaments fordert er körperliche und geistige Auslastung. Dabei verlangen Kreativität und Eigenwilligkeit des Hovawarts den Besitzern auch schon einmal einiges an Humor ab. Bei entsprechender Prägung ist der Hovawart auf jeden Fall ein toller Familienhund und Begleiter im Alltag. Wir sollten jedoch bedenken, dass heutzutage unser Alltag  teilweise hohe Anforderungen an unsere Hunde stellt. Um aus einen Hovawart einen sicheren und freundlichen Gefährten zu machen, hat die oft empfohlene Hundeerfahrung  durchaus ihre Berechtigung. Denn was der Hovawart auf gar keinen Fall ist: ein Hund der sich ganz nebenbei erziehen lässt.
 

Seiner Bestimmung als Hofwächter wird er zuverlässig gerecht werden, hierfür bringt der Hovawart eine große Portion Selbstständigkeit und Mut mit. Dabei ist zu beachten, dass sich das Territorialverhalten nicht nur auf das Kernterritorium, also auf Haus und Hof, beschränkt, sondern regelmäßige Gassistrecken, das Auto und eventuell auch das Grundstück des geliebten Nachbarn mit einschließt. Einem Hovawart ist es zunächst einmal in die Wiege gelegt, alle Eindringlinge in sein Territorium genau zu beobachten oder diese auch zu stellen. Unsere Aufgabe als verantwortungsvolle Besitzer:innen ist es, unserem Hund zu vermitteln, dass er in unserer Gegenwart die Rolle des Beschützers entspannt abgeben darf. Ein Hovawart stellt somit hohe Führungsansprüche an seine Besitzer*innen, die er früher oder später einmal in Frage stellen wird. Ein Hund mit einem so großen Selbstbewusstsein, stellt dies natürlich auch gerne mal zur Schau. Souveränität, liebevolle Konsequenz und ein vorausschauender Blick sind ein gutes Handwerkszeug, um den Beschützerinstinkt des Hovawarts in geeignete Bahnen zu lenken. Mit einem Laissez-faire-Führungsstil wird man dem Wesen des Hovawarts nicht gerecht werden. Wer allerdings Spaß an Bindungs- und Erziehungsarbeit hat und wem es nichts ausmacht auch mal als Sonderling zu gelten, weil man für sich und seinen Hund angemessenen Abstand beansprucht, und es akzeptiert, dass nicht jeder Hund mit dem Temperament und der hemdsärmeligen Art des Hovawarts zurechtkommen muss und somit kein Kontakt stattfindet, der kann im Hovawart seinen Traumhund finden.

„Hovawarte machen einsam“ war einmal ein Kommentar einer Hundetrainerin, den ich folgendermaßen umformulieren möchte: „Wer nicht voll und ganz in der Zweisamkeit mit seinem Hund aufgeht, für den ist ein Hovawart wohl eher nicht der richtige Begleiter“.  Es gibt ja auch andere schöne Rassen, die phänotypisch dem Hovawart ähneln und zudem noch eine große Portion Will-to-Please mitbringen.

Das harmonische und stattliche Erscheinungsbild des Hovawarts zieht Blicke auf sich, keine Frage. Hat man dann noch ein wohlerzogenes Exemplar an seiner Seite, knüpft man schnell Kontakte. Auch wir werden mit Leto sehr oft begeistert darauf angesprochen, wie schön und freundlich er ist. Trotzdem sind gemeinsame Spaziergänge ausgesprochene Exklusivzeiten für uns und unseren Hund, die alle Beteiligten sehr genießen. Natürlich pflegen wir auf Spaziergängen auch ab und an unsere Freundschaften, aber nach einer kleinen Runde Small-Talk geht jedes Rudel wieder seiner Wege. Für Hundefans, die Gassirunden als willkommene Gelegenheit sehen, um sich mit Freunden zu treffen und die Hunde ihr Ding machen zu lassen, denen rate ich dringend von der Anschaffung eines Hovawarts ab. Der Hovawart wird ganz sicher Ideen und Hobbies entwickeln, um letztendlich die Aufmerksamkeit des Herrchens oder Frauchens doch auf sich zu ziehen. Rufen wir uns außerdem die klassische Veranlagung des Hovawarts ins Gedächtnis, so ist es verständlich, dass ihm entsprechende Entscheidungen aktiv abgenommen werden sollten und er angeleitet werden muss. Ich kann ja nicht erwarten, dass ein Schutz- und Wachhund das eigene Heim selbstständig verteidigt und dann auch noch entscheiden soll, wann und wo das in unseren Augen angemessen ist und wo nicht. Früh etabliert wird der Hovawart der Anleitung seiner Teamführerin oder seines Teamführers kooperativ und freudig folgen. Und irgendwann kann man sich als Rudelchef:in dann etwas auf seinen Lorbeeren ausruhen.

Eine der wundervollen Eigenschaften des Hovawarts ist seine überschäumende und ansteckende Lebensfreude. Sowohl Rüden als auch Hündinnen sind richtige Rabauken, die wissen, wie man Spaß hat, und das bis ins hohe Alter hinein!

Wer eine Leidenschaft für eigenständige Hunde hat und deren klassische Veranlagungen in die Erziehung mit einbezieht, im Mensch-Hund-Team so richtig aufgeht, gerne mit seinem Hund aktiv ist und außerdem noch eine große Portion Humor mitbringt, der wird mit einem Hovawart ganz bestimmt glücklich werden.
Dann gilt, wie für die allermeisten Hovawartbesitzer:innen, sicherlich bald: einmal Hovawart - immer Hovawart!


Ein schönes Rasseporträt finden Sie hier.